Von Minister zu Minister
Von Minister zu Minister – die 9a beim „Lernort Staatsregierung“ in München „Wir haben übrigens auch einen Minister dabei.“ Mit diesem Satz sorgte die 9a am Stehtisch der Mittelschule Rednitzhembach in der Bayerischen Staatskanzlei für Schmunzeln. Gemeint war unser Schüler Hlib, Finanzminister im Rednitzhembacher Schülerparlament. Und so kam es, dass er sich mit Staatsminister Manuel Knoll unterhielt: von Minister zu Minister.Doch der Reihe nach. Am Dienstag, 6. Oktober, startete der Bus um 7:30 Uhr in Rednitzhembach. Viele waren da noch recht müde. Die 9a war von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit zum Informationstag „Lernort Staatsregierung“ eingeladen worden. Nach leichter Verspätung kamen wir im Bayerischen Staatsministerium der Justiz an. Am Vormittag gab es vier Vorträge: über die Aufgaben des Ministeriums und die Ausbildungsmöglichkeiten dort, über den Strafvollzug in Bayern und das Jugendstrafrecht und über die Arbeit im Büro des Ministers. Die Schülerinnen und Schüler hörten nicht nur zu, sie stellten auch viele Fragen.Besonders bewegend war der Ort selbst. Wir saßen in dem Gerichtssaal im Münchner Justizpalast, in dem 1943 Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ zum Tode verurteilt wurden, darunter Hans und Sophie Scholl. Geschichte, die man sonst nur aus dem Schulbuch kennt, wurde hier sehr greifbar.Nach dem Mittagessen in der Kantine des Ministeriums gingen wir mit einem Mitarbeiter der Landeszentrale zu Fuß zur Staatskanzlei. Dort wurden wir herzlich empfangen. Im großen Saal begann der feierliche „Große Lernort“. Anders als am Vormittag waren wir dort nicht mehr unter uns, sondern mit vielen Klassen aus ganz Bayern. Staatsminister Manuel Knoll, der neue Minister für Jugend und Demokratie, begrüßte alle Gäste, und die Bigband einer Straubinger Schule spielte einige Stücke. Danach gingen Politikerinnen und Politiker von Tisch zu Tisch. Am Stehtisch der Mittelschule Rednitzhembach sprachen wir mit Minister Knoll, mit Staatssekretär Sandro Kirchner aus dem Innenministerium und mit Staatssekretär Martin Schöffel aus dem Finanzministerium. Die Klasse nutzte die Gelegenheit, um von Rednitzhembach, unserer Schule und der Arbeit im Schülerparlament zu erzählen.Wir waren die einzige Mittelschulklasse bei der Veranstaltung und sind stolz, die Mittelschule dort vertreten zu haben. Am Ende des Tages waren alle müde von den vielen Eindrücken und Gesprächen. Am meisten beeindruckt hat uns, wie nah wir den Politikerinnen und Politikern kamen und wie offen sie mit uns sprachen.Wir danken der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit für die Einladung und die Organisation sowie dem Busunternehmen Ramspeck für die sichere Fahrt.Joscha Falck und Monika Schöbel ——— Stimmen aus der 9a Paul: „Bei mir ist hängengeblieben, was in einem Ministerium alles zu tun ist und dort bestimmt wird.“ Joshi: „Der Tag war lang und informationsreich. Über Polizei, Gesetze und Justiz haben wir schon einiges herausgefunden.“ Julia: „Auch wenn der Tag lang war, hat er sich kurz angefühlt. Es war unterhaltsam und informationsreich. Man hat sehr viel über Gesetze und die Arbeit im Justizministerium erfahren.“ Leonie: „Schade war, dass Markus Söder kurzfristig absagen musste.“ Timo: „Das Essen war super und es gab viel Auswahl.“ Lia: „Ich finde, so etwas sollte man öfter machen, weil es wichtig ist. Der Austausch mit Politikern kann viel bewirken.“